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Zungenband

Was ist ein Zungenband?

Ankyloglossie und orale Restriktionen einfach erklärt

Definition: Was ist ein Zungenband?

Ein Zungenband, medizinisch Frenulum linguae, ist eine dünne Schleimhautfalte, die die Zungenunterseite mit dem Mundboden verbindet. Es ist eine normale anatomische Struktur, die bei den meisten Menschen keine Einschränkung darstellt. Erst wenn das Zungenband zu kurz, zu straff oder zu wenig elastisch ist, spricht man von einer Ankyloglossie, umgangssprachlich einem zu kurzen Zungenband.

Anteriore und posteriore Form

Fachlich wird zwischen einem anterioren Zungenband, das an der Zungenspitze ansetzt und häufig eine Kerbe oder Herzform verursacht, und einem posterioren Zungenband unterschieden, das weiter hinten an der Zungenunterseite ansetzt und dadurch seltener auf den ersten Blick erkennbar ist. Beide Formen können dieselbe eingeschränkte Zungenbeweglichkeit und dieselben Folgeprobleme verursachen.

Zungenband als eine Form der oralen Restriktion

Ein zu kurzes Zungenband gehört zu den oralen Restriktionen, einem Oberbegriff für anatomische Einschränkungen im Mundraum, zu denen auch das Lippenband und Wangenbänder zählen können. Die Auswirkungen reichen je nach Ausprägung von unauffällig bis hin zu deutlichen Schwierigkeiten beim Stillen, bei der Beikosteinführung oder später bei Sprache und Atmung.

Warum eine fundierte Beurteilung zählt

Ein einzelnes auffälliges Merkmal reicht nicht aus, um von einem behandlungsbedürftigen Zungenband zu sprechen. Erst das Zusammenspiel mehrerer Anzeichen, beurteilt von einer erfahrenen Fachperson, führt zu einer fundierten Einschätzung. Genau diese differenzierte Beurteilungskompetenz vermittelt dir diese Fortbildung.

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