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Stillberaterin Ausbildung

Stillberaterin vs IBCLC Laktationsberaterin

Ein ehrlicher, detaillierter Vergleich der drei wichtigsten Qualifikationen in der Stillberatung: Voraussetzungen, Kosten, Anerkennung und fuer wen welcher Weg der richtige ist.

Die drei Qualifikationen im Überblick

Wenn du dich für professionelle Stillberatung interessierst, stößt du schnell auf verschiedene Bezeichnungen: Stillberaterin, IBCLC, Laktationsberaterin. Auf den ersten Blick scheinen diese Begriffe austauschbar. Doch dahinter verbergen sich unterschiedliche Qualifikationen mit verschiedenen Zugangsvoraussetzungen, Kosten, Dauern und Anerkennungsgraden. In diesem Artikel vergleichen wir alle drei Wege ehrlich und ausführlich, damit du eine informierte Entscheidung treffen kannst.

Vorab eine wichtige Klarstellung: Keine dieser Qualifikationen ist per se besser oder schlechter als die andere. Jede hat ihre Berechtigung und ihre Zielgruppe. Die Frage ist nicht, welche Qualifikation die beste ist, sondern welche am besten zu dir, deiner Ausgangslage und deinen Zielen passt.

Was ist eine Stillberaterin?

Der Begriff Stillberaterin ist in Deutschland nicht geschützt. Das bedeutet, dass es verschiedene Ausbildungswege gibt, die zu dieser Bezeichnung führen. Grundsätzlich ist eine Stillberaterin eine Fachperson, die Mütter bei Fragen und Themen rund ums Stillen berät und begleitet. Die Ausbildung vermittelt fundiertes Wissen über die Anatomie der Brust, Stilltechniken, häufige Stillthemen, Ernährung in der Stillzeit und Beratungskompetenz.

Die gängigsten Ausbildungswege zur Stillberaterin sind Ausbildungen bei privaten Akademien wie der SULIA Akademie, oft IPHM-zertifiziert oder mit anderen Akkreditierungen, Kurse bei Stillfachverbänden sowie Weiterbildungen im Rahmen anderer Gesundheitsberufe. Dauer und Kosten unterscheiden sich dabei je nach Anbieter erheblich.

Die Stärke der Stillberaterin-Ausbildung liegt in ihrer Zugänglichkeit. Du brauchst in der Regel keinen Gesundheitsfachberuf als Voraussetzung. Das macht den Beruf auch für Quereinsteigerinnen attraktiv, etwa für Mütter, die eine neue Karriere starten möchten, oder für Frauen aus sozialen Berufen, die sich spezialisieren wollen. Die Beratungskompetenz, die du lernst, ist sofort einsetzbar. Mit dem IPHM-Siegel hast du dabei ein besonders starkes Qualitätsmerkmal in der Hand, denn IPHM-zertifizierte Still- und Laktationsberaterin-Ausbildungen im deutschsprachigen Raum sind eine echte Seltenheit.

Was ist eine IBCLC?

IBCLC steht für International Board Certified Lactation Consultant. Es ist die international höchste und am weitesten anerkannte Qualifikation in der Laktationsberatung. Die IBCLC-Zertifizierung wird vom IBLCE (International Board of Lactation Consultant Examiners) vergeben.

Um zur IBCLC-Prüfung zugelassen zu werden, musst du im Wesentlichen drei zentrale Bereiche erfüllen. Wichtig zu wissen ist, dass es dafür drei verschiedene Wege gibt, die sogenannten Pathways.

Erstens der fachliche Hintergrund: Du brauchst entweder einen anerkannten Gesundheitsfachberuf wie Hebamme, Pflegefachkraft oder Ärztin oder du weist die geforderten Grundlagen in den Gesundheitswissenschaften über entsprechende Kurse nach, etwa in Anatomie, Physiologie, Ernährung, Psychologie und Soziologie. Für Frauen ohne Gesundheitsfachberuf gibt es einen eigenen Weg, bei dem diese Grundlagen über Hochschulkurse nachgeholt werden können.

Zweitens die spezifische Stillausbildung: Gefordert sind 90 Stunden lactationsspezifische Ausbildung sowie zusätzlich 5 Stunden zu Kommunikationsfähigkeiten, zusammen also 95 Stunden, einschließlich 2 Stunden zum WHO-Kodex. Diese Ausbildung kann bei verschiedenen anerkannten Anbietern absolviert werden.

Drittens die klinischen Praxisstunden: Je nach Weg brauchst du eine unterschiedliche Anzahl dokumentierter, betreuter Praxisstunden in der direkten Laktationsberatung. Beim klassischen Weg für Gesundheitsfachberufe sind es 1.000 Stunden, beim mentorierten Weg mindestens 500 Stunden und beim akkreditierten akademischen Programm 300 Stunden. Gerade die Praxisstunden sind oft der größte Flaschenhals, denn sie über mehrere Jahre zu sammeln erfordert Zeit und eine geeignete Betreuung.

Am Ende steht die IBCLC-Prüfung, die mit einer Gebühr verbunden ist und nur zu bestimmten Terminen im Jahr stattfindet. Nach bestandener Prüfung muss die Zertifizierung alle fünf Jahre durch Fortbildung oder eine erneute Prüfung erneuert werden. Die Gesamtkosten des IBCLC-Wegs hängen stark von deiner Ausgangslage ab und können sich über mehrere Jahre verteilt auf einen vierstelligen bis hohen vierstelligen Betrag summieren.

Die Stärke der IBCLC liegt darin, dass sie die weltweit am stärksten anerkannte Qualifikation in der Laktationsberatung ist. In vielen Kliniken und Geburtshäusern werden bevorzugt IBCLCs eingestellt. Die Qualifikation ist sehr tiefgehend und umfasst auch komplexe klinische Fälle, die über den Alltag einer freiberuflichen Stillberaterin hinausgehen können.

Da sich die genauen Voraussetzungen, Stundenzahlen und Kosten von Zeit zu Zeit ändern, empfehlen wir dir, die aktuell gültigen Anforderungen vor jeder Planung direkt beim IBLCE unter iblce.org zu prüfen.

Was ist eine Laktationsberaterin?

Der Begriff Laktationsberaterin wird häufig synonym mit Stillberaterin verwendet. Bei SULIA haben wir beide Begriffe bewusst zusammengeführt: Unsere Ausbildung heißt Still- und Laktationsberaterin, weil sie beide Seiten vereint, die einfühlsame Begleitung beim Stillen und das fundierte Wissen über die wissenschaftlichen Grundlagen der Laktation.

Am Markt gibt es unterschiedliche Ausbildungswege, die zu dieser oder einer ähnlichen Bezeichnung führen. Manche Programme richten sich gezielt an Fachpersonen aus dem Gesundheitswesen wie Hebammen, Kinderkrankenschwestern oder Ärztinnen und setzen einen entsprechenden Berufsabschluss voraus. Andere, wie die SULIA Ausbildung, stehen bewusst auch Quereinsteigerinnen offen und vermitteln alle nötigen Grundlagen von Anfang an.

Die Stärke einer Still- und Laktationsberaterin liegt in der Verbindung von fachlichem Tiefgang und einer ganzheitlichen, wertschätzenden Haltung. Du verstehst die wissenschaftlichen Zusammenhänge der Laktation und kannst sie zugleich liebevoll und verständlich an die Familien weitergeben, die du begleitest. Bei medizinischen Fragen verweist du stets an die zuständigen Fachpersonen wie Ärztinnen, Ärzte oder Hebammen.

Du interessierst dich für die SULIA Ausbildung?

Hier findest du alle Details zu Voraussetzungen und Ablauf →

SULIAs Ansatz

Die SULIA Akademie hat sich bewusst für den Weg der zugänglichen, praxisnahen Stillberaterin Ausbildung entschieden. Das hat einen klaren Grund. Bianca Spermann, die Gründerin, ist überzeugt, dass mehr qualifizierte Stillberaterinnen gebraucht werden und dass der Zugang zu dieser Qualifikation nicht an hohen formalen Hürden scheitern sollte.

Die IPHM-Zertifizierung stellt sicher, dass die Qualität stimmt. Die Module sind auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft, die praktischen Anteile bereiten dich auf reale Beratungssituationen vor, und die persönliche Begleitung durch deine Tutorin und das SULIA-Team sorgt dafür, dass du nicht nur Wissen ansammelst, sondern es auch kompetent anwenden kannst.

Gleichzeitig ist die SULIA Akademie ehrlich. Die Stillberaterin Ausbildung ist nicht dasselbe wie eine IBCLC. Wenn du beispielsweise in einer Uniklinik als fest angestellte Laktationsberaterin arbeiten möchtest, wirst du langfristig die IBCLC brauchen. Aber für den Einstieg in die professionelle Stillberatung, für die Selbstständigkeit, für die Arbeit mit Müttern in deiner Region oder online ist die Stillberaterin Ausbildung bei SULIA ein hervorragender, vollwertiger Berufsabschluss.

Und der schöne Nebeneffekt: Einige SULIA-Absolventinnen entscheiden sich später dafür, den IBCLC-Weg zu gehen. Sie haben dann bereits eine solide Wissensbasis, praktische Erfahrung und ein laufendes Business, das sie während der weiteren Qualifizierung trägt.

Was verdient eine Stillberaterin?

Gehalt und Einkommensmodelle im Ueberblick →

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